Festival Tanzschule

Au fer et à la fonte (Eisen und Guß)


Diese Choreografie entstand im Sommer 2016 im Rahmen der Trilogie „Kunst und Metall“, einem interdisziplinären Projekt. Inspiriert durch den Text « Surchauffe » (Überhitzung) von Marie-Eve Maréchal, beleuchtet das Stück einen menschlichen Aspekt unserer industriellen Vergangenheit.

“In Erinnerung an Nonno, den Großvater, der als Gastarbeiter aus Italien kam, um in der Stahlindustrie zu arbeiten. ... Nonno, rasselnder Atem, auf der Brust ein Brandmal, in der Nase der säuerliche Geruch von Stahl. …
Atme, meine Geliebte, atme! Die Gefahr liegt in der Höhe wie die Höhe in der Gefahr.
Dein Atem stockt, meine Geliebte. Atme und lasse deinen Blick schweifen. …
Das schwarze Ungeheuer ragt kurz vor Den Stromschnellen empor, Speit dunkle Schatten in den Morgenhall, Überfüllte Busse poltern durch das Tal. Laut pocht in den Adern das Blut auf der Flucht vor der Wut. Der Traum blickt müde durch die Scheibe. Die Hoffnung geht zur Neige.“

M.E. Maréchal

Videolinks:
https://vimeo.com/184995809 (Quatuor - 40 Minuten)
https://vimeo.com/184987758 (Trio - 20 Minuten)

https://vimeo.com/244006054
(Duo Mains d‘or– 15 Minuten)       


Die 3 Versionen des Stücks können sowohl outdoor als auch indoor getanzt werden.

Künstlerische Leitung und Choreografie: Irene Borguet-Kalbusch
Tanz: Anaïs Van Eycken, Andrea Gallo Rosso, Jessica Van Cauteren, Mélodie Lasselin/ Alexandra Llorens